
„Es kann/muss/soll nicht immer Goethe sein ..."
... aber eigentlich wieder doch!
Felix Saltens „Italienische Reise" basiert auf der Goethischen, und Friedrich Schiller fand in Goethe
nicht nur seinen literarischen Weggefährten, sondern dieser verwendete sich auch, um Schiller zu einer
Professur an der Jenaer Universität zu verhelfen.
Der fünfte Band der Reihe REISEN & LITERATUR
von A bis Z führt die Leser*innen nach Italien und Deutschlands Thüringen.
Felix Saltens (Siegmund Salzmann, 1869-1945) schriftstellerisches Werk ist breit gefächert. Neben Romanen
(etliches Pornografisches!), Erzählungen und Novellen, Opernlibretti und Filmdrehbüchern erlangte er
internationale Aufmerksamkeit durch seine Tiergeschichten, insbesondere durch das in zahlreiche Sprachen
übersetzte Buch
Friedrich Schillers (1759-1805) Lebens-(Reise-)Landschaft
ist weitaus begrenzter, die Koordinaten sind enger. Kurze Abstecher nach Böhmen und Preußen, aber vor allem
Deutschlands Städte wie Marbach, Ludwigsburg, Stuttgart, Mannheim, Bauerbach, Leipzig, Rudolstadt, Weimar
und Jena (er lebte zehn Jahre in der Stadt) bieten die Kulisse für sein Schreiben. Das wiederum ist ein ewiger
Kampf, bestimmt von Existenznöten und Geldmangel, denn er lebte ständig über seine Verhältnisse. Das Schreiben
um Brot – so erklärt sich auch die Annahme der Professur in Jena, die er nach zwei Jahren bereits wieder aufgab
– stand in ständiger Konkurrenz mit seinem schöpferischen Geist sowie der Fülle an Ideen, die er in seine
Gedichte, Texte und Dramen packt, deren Schauplätze er nie gesehen hatte.