Franz Werfel hatte die aus einer Prager protestantischen Familie stammende Gertrud Spirk im Oktober 1914 in der
Straßenbahn kennengelernt.
Werfel bechreibt in den Briefen seine Lektüren (Martin Buber, Max Brod), seine
Freundschaften mit Albert Ehrenstein und Gustav Landauer, seine Konflikt mit Karl Kraus. In der Zeit der
Republiksgründung im November 1918 schreibt er über die Rote Garde, von der er sich distanziert. Werfel löste
die Verbindung, nachdem er Alma Mahler kennengelernt hatte. Gertrud Spirk blieb nach der Trennung in Prag, wo sie
einen Modesalon führte; sie heiratete nicht und starb 1967 in Waidhofen an der Taya. Ihre Briefe an Werfel konnten
nicht gefunden werden. Die Edition dieser berührenden persönlichen und literarischen Zeugnisse mit einem ausführlichen
Nachwort und einem genauen Kommentar der Herausgeberin ist ein wichtiger Beitrag zur Literaturgeschichte.